“Echter und dauerhafter Friede ist möglich und gemeinsam können wir ihn aufbauen.” (Schlussdokument der Bischofssynode 2021-2024, Abs.2)
Juni 2025 | Die Pfarrer-Initiative begrüßt – wie auch die übrigen katholischen Reformbewegungen in Österreich – die Ankündigung von Papst Leo XIV., sich vor allem für Frieden einzusetzen. Für einen Frieden, der nicht bloß das Schweigen von Waffen oder die Abwesenheit von Krieg ist, sondern eine Frucht der Gerechtigkeit, die auf Grundlage der Menschenrechte vor allem ein gutes Leben für alle Menschen will, die demokratische Beteiligung aller an politischen Entscheidungen, Gleichstellung zwischen den Geschlechtern und Inklusivität für Minderheiten und Zugewanderte.
Das kirchliche Engagement für Frieden und Gerechtigkeit darf daher kein rein nach außen gerichtetes sein. Frieden und Gerechtigkeit beginnen in unserem eigenen, gemeinsamen Haus. Was Papst Leo als Auftrag der Kirche formuliert, muss täglich von den Gemeinden und Gemeinschaften an der Basis der Kirche getragen und eingelöst werden. Dafür brauchen die Gemeinden angesichts des Priestermangels angemessene Rahmen-bedingungen wie etwa neue Leitungsmodelle, die Öffnung des Priesteramtes für in Leben und Glauben bewährte Getaufte und pastorale Überschaubarkeit ihrer Gebiete. Die Pfarrer-Initiative geht davon aus, dass Papst Leo mit seinem Hintergrund als ehemaliger Bischof in Peru an die Vorschläge der Amazonas-Synode von 2019 anknüpfen und diese mit Leben füllen wird.
gez. der Vorstand der Pfarrer-Initiative Österreich
